FDP Glinde

Rot-Grün will beim Klimaschutz abwarten

Klimaschutz geht uns alle an. Die Folgen des Klimawandels sind nicht mehr zu übersehen. Und das Zeitfenster, um diese Folgen zumindest abzumildern, wird immer kleiner.

Wir müssen also schnell anfangen, den CO2-Ausstoß zu verringern. Hier ist Tempo gefragt.

Die FDP wollte deshalb auf den öffentlichen Gebäuden Glindes Photovoltaik-Anlagen errichten lassen. Dafür sollten fürs kommende Haushaltsjahr Mittel für die Planung bereitgestellt werden. Durch diese Maßnahme wäre die CO2-Bilanz Glindes kurzfristig verbessert worden. Und das ganz ohne Verbote und weitgehend kostenneutral.

Wäre. Konjunktiv. Denn der Antrag wurde von Rot-Grün ausgebremst.

Wir waren ehrlich sprachlos, als ausgerechnet die Grünen im Bauausschuss erklärten, wir hätten in Glinde nun schon so lange gewartet, da käme es jetzt auf die 2 Jahre auch nicht mehr an, die das Klimaschutzkonzept der Stadt noch in Anspruch nehmen wird. Auf das wollen sie lieber erstmal warten, bevor sie etwas unternehmen.

Warten auf ein Klimaschutzkonzept, in dem unsere vorgeschlagenen Maßnahmen dann mit Sicherheit sowieso enthalten sein werden. Denn wir können uns kein Konzept zum Klimaschutz vorstellen, in dem die Nutzung erneuerbarer Energien nicht vorkommt.

Auch die SPD überraschte. Bei der Baumschutzsatzung wischte sie den Einwand der Verwaltung, dafür keine personellen Kapazitäten zu haben, noch energisch vom Tisch. Beim Klimaschutz schloss sie sich einer gleichlautenden Mahnung nun unhinterfragt an.

Aus der CDU kam Unterstützung für unseren Antrag, wofür wir uns bedanken. Aber das reichte eben nicht zur Mehrheit. Damit gibt es nun keine Sofortmaßnahmen zur Verbesserung der Glinder CO2-Bilanz.

Eine fatale Entscheidung für den Klimaschutz, den SPD und Grüne ihren Wählerinnen und Wählern jetzt erklären müssen.

Ein Solaratlas für Glinde

Wir haben es ja versprochen – das war noch nicht alles. Nach unserem Antrag, auf öffentlichen Gebäuden Photovoltaik-Anlagen errichten zu lassen, hat unser engagiertes Klima-Team um Andrè Borgwardt und Daniela Andersch gleich nachgelegt.

Im neuen Ausschuss für Umwelt und Klimaschutz hat die FDP weitere Anträge eingebracht. So wollen wir für Glinde einen Solaratlas erstellen lassen. Dieser hilft Bevölkerung, Gewerbe und Industrie dabei, ideale Standorte für Photovoltaik- und Solarthermie-Anlagen zu finden. Dadurch kann die Energiewende, die wir im öffentlichen Bereich vorantreiben, auch im privaten Bereich gewinnbringend umgesetzt werden.

Zudem haben wir beantragt, Glindes neuer Klimaschutz-Managerin Lisa Schill im Haushalt 2021 ein Budget von 30.000 Euro für Sofortmaßnahmen zur Verfügung zu stellen.

Denn auch wenn zunächst die Erstellung eines Klimaschutz-Konzepts im Vordergrund steht, lassen sich dabei mit Sicherheit einfache Maßnahmen finden, durch die auch kurzfristig schon eine Verbesserung der CO2-Bilanz erzielt werden kann.

Und es wäre doch schade, wenn sich diese Maßnahmen dann nicht sofort umsetzen lassen, nur weil niemand an ein Budget dafür gedacht hat. Der Klimawandel wartet nicht auf uns. Deswegen drückt die FDP auch weiter aufs Tempo und hofft, dass die anderen Fraktionen uns dabei nicht ausbremsen, sondern aktiv mitziehen.

Ausschuss für Umwelt und Klimaschutz nimmt Arbeit auf

Gestern war es soweit – der neue Ausschuss für Umwelt und Klimaschutz der Glinder Stadtvertretung hat seine Arbeit aufgenommen.

Unser FDP-Team freut sich auf die Arbeit im neuen Ausschuss. Bereits bei der ersten regulären Sitzung am 1. Oktober werden wir uns dort mit Anträgen einbringen. Details dazu folgen hier in der kommenden Woche.

Unser erklärtes Ziel ist es, Glindes neue Klimaschutzmanagerin Lisa Schill bestmöglich bei ihrer wichtigen Arbeit zu unterstützen.

Mehr Informationen zur konstituierenden Sitzung des neuen Ausschusses gibt es auf der Website der Stadt Glinde (externer Link):
https://www.glinde.de/leben-in-glinde/nachrichten/detail/news/neuer-ausschuss-fuer-umwelt-und-klimaschutz-nimmt-die-arbeit-auf/

Und – dieser Kommentar sei uns gestattet – die FDP hat überhaupt kein Problem damit, wenn die Stadt auf ihrer Website erwähnt, dass der neue Ausschuss auf einen Antrag der SPD zurückgeht. Vielleicht sieht man das dort in Zukunft umgekehrt ja auch etwas entspannter.

FDP drückt beim Klimaschutz aufs Tempo

Ein engagiertes Team für den neuen Ausschuss für Umwelt und Klimaschutz hatte die FDP Glinde versprochen. Schon wenige Tage später folgt ein erstes konkretes Ergebnis.

Heute hat die FDP einen Antrag eingebracht, in dem die Stadt aufgefordert wird, auf städtischen Gebäuden und Liegenschaften Photovoltaik-Anlagen zu errichten. So soll in Glinde die Wende hin zur Nutzung von erneuerbaren Energien beschleunigt werden. Für die dafür notwendige Planung sollen bereits für den Haushalt 2021 Mittel bereit gestellt werden.

“Ein umfassendes Klimakonzept für die Stadt ist wichtig, aber es gibt auch jetzt schon konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der städtischen CO2-Bilanz, die wir sofort umsetzen können”, so Andrè Borgwardt, der die FDP im Ausschuss für Umwelt und Klimaschutz vertreten wird und den Antrag ausgearbeitet hat.

“Die vorgeschlagenen Maßnahmen sind ökologisch sinnvoll und für die Stadt mittelfristig kostenneutral, so dass wir auf breite politische Unterstützung hoffen”, ergänzt Stefan Gebenus, der für die FDP im Bauausschuss sitzt.

Ein rascher politischer Beschluss wäre ein toller Startschuss für Glindes neue Klimaschutzmanagerin Lisa Schill, die damit sofort Rückenwind für die notwendigen Verbesserungen der CO2-Bilanz Glindes erhalten würde.

Ein gutes Zeichen für Akzeptanz

Eine Demonstration für Freiheitsrechte – mit diesem Ziel brachte die FDP einen Antrag in den Hauptausschuss ein. Zum Christopher Street Day (CSD) sollte in der Saison zwischen Mai und November auf dem Glinder Marktplatz die Regenbogenflagge gehisst werden.

Der CSD ist ein fröhliches Ereignis der LGBTQ+ Community und geeignet, Werte wie Vielfalt, Akzeptanz und Lebensfreude sowie den Kampf für Gleichberechtigung zu transportieren.

Die Regenbogenfahne ist von keinem CSD wegzudenken. Sie ist aber weit mehr als nur ein Symbol der Queer-Bewegung. In zahlreichen Kulturen weltweit steht sie für Aufbruch, Veränderung und Frieden, und sie gilt als Zeichen der Vielfalt von Lebensformen, der Hoffnung und der Sehnsucht.

Regenbogenflagge

Die einzelnen Farben stehen dabei für folgende Bedeutungen:

  Rot = „Leben“
  Orange = „Gesundheit“
  Gelb = „Sonnenlicht“
  Grün = „Natur“
  Königsblau = „Harmonie“
  Violett = „Geist“

Viele Städte auf der ganzen Welt unterstützen diese Werte durch das Hissen der Regenbogenflagge. Auch in Glinde hofften wir auf breite Unterstützung – und wurden bereits im Vorfeld von Kritik aus unerwarteter Richtung überrascht. Dieser Eindruck setzte sich in der Ausschuss-Sitzung fort. Neben zahlreichen konstruktiven Nachfragen an unseren Queer-Beauftragten Tobias Reimann fielen leider auch ablehnende Begriffe wie „Symbolpolitik“.

Die gute Nachricht für ein buntes Glinde: am Ende wurde zwar der Zeitraum der Beflaggung auf eine Woche verkürzt, fand dann aber doch noch breite Unterstützung.

Dafür bedanken wir uns. Ebenso danken wir Malte Möller für seinen Anstoß und Tobias Reimann für seine tatkräftige Unterstützung bei der Einbringung unseres am Ende dann doch erfolgreichen Antrags. Beide sind parteilose Projektpartner unserer Fraktion.

Tobias Reimann steht allen Bürgerinnen und Bürgern sowie Institutionen in Glinde gerne als liberaler Ansprechpartner für queere Belange zur Verfügung. (E-Mail)