FDP Glinde

Rot-Grün will beim Klimaschutz abwarten

Klimaschutz geht uns alle an. Die Folgen des Klimawandels sind nicht mehr zu übersehen. Und das Zeitfenster, um diese Folgen zumindest abzumildern, wird immer kleiner.

Wir müssen also schnell anfangen, den CO2-Ausstoß zu verringern. Hier ist Tempo gefragt.

Die FDP wollte deshalb auf den öffentlichen Gebäuden Glindes Photovoltaik-Anlagen errichten lassen. Dafür sollten fürs kommende Haushaltsjahr Mittel für die Planung bereitgestellt werden. Durch diese Maßnahme wäre die CO2-Bilanz Glindes kurzfristig verbessert worden. Und das ganz ohne Verbote und weitgehend kostenneutral.

Wäre. Konjunktiv. Denn der Antrag wurde von Rot-Grün ausgebremst.

Wir waren ehrlich sprachlos, als ausgerechnet die Grünen im Bauausschuss erklärten, wir hätten in Glinde nun schon so lange gewartet, da käme es jetzt auf die 2 Jahre auch nicht mehr an, die das Klimaschutzkonzept der Stadt noch in Anspruch nehmen wird. Auf das wollen sie lieber erstmal warten, bevor sie etwas unternehmen.

Warten auf ein Klimaschutzkonzept, in dem unsere vorgeschlagenen Maßnahmen dann mit Sicherheit sowieso enthalten sein werden. Denn wir können uns kein Konzept zum Klimaschutz vorstellen, in dem die Nutzung erneuerbarer Energien nicht vorkommt.

Auch die SPD überraschte. Bei der Baumschutzsatzung wischte sie den Einwand der Verwaltung, dafür keine personellen Kapazitäten zu haben, noch energisch vom Tisch. Beim Klimaschutz schloss sie sich einer gleichlautenden Mahnung nun unhinterfragt an.

Aus der CDU kam Unterstützung für unseren Antrag, wofür wir uns bedanken. Aber das reichte eben nicht zur Mehrheit. Damit gibt es nun keine Sofortmaßnahmen zur Verbesserung der Glinder CO2-Bilanz.

Eine fatale Entscheidung für den Klimaschutz, den SPD und Grüne ihren Wählerinnen und Wählern jetzt erklären müssen.

Wir distanzieren uns von Thomas Kemmerich

Der Ortsverband der FDP Glinde distanziert sich in aller Deutlichkeit vom thüringischen FDP-Vorsitzenden Thomas Kemmerich. Der gestrige Versuch, die Verantwortung für die Ministerpräsidentenwahl in Thüringen auf andere Parteien zu schieben ist nicht hinnehmbar.

Der Vorstand der FDP Glinde hat daher beschlossen, sich der heutigen Erklärung des Präsidiums der FDP anzuschließen:

Das FDP-Präsidium distanziert sich geschlossen von den aktuellen Äußerungen von Thomas Kemmerich.

Wir Freie Demokraten stehen für Freiheit. Wir wollen ein Land, das jeder und jedem bestmögliche Chancen bietet. Wir stehen für Bürgerrechte, für die Soziale Marktwirtschaft, für eine offene Gesellschaft, in der Menschen sich frei entfalten können, und für eine zukunftsbejahende Politik.

Aus dieser Haltung ergibt sich bereits, dass es keinerlei Schnittmengen mit einer Partei geben kann, die gesellschaftspolitisch auf Ausgrenzung, wirtschaftspolitisch auf Abschottung setzt und es nicht schafft, sich klar von völkischen, rassistischen und rechtsextremen Elementen zu distanzieren. Mit der AfD kann es für Freie Demokraten keinerlei Zusammenarbeit geben.

Link zur vollständigen Erklärung des FDP-Präsidiums:
https://www.fdp.de/pressemitteilung/wissing-das-praesidium-der-fdp-distanziert-sich-geschlossen-von-thomas-kemmerich

Ein Solaratlas für Glinde

Wir haben es ja versprochen – das war noch nicht alles. Nach unserem Antrag, auf öffentlichen Gebäuden Photovoltaik-Anlagen errichten zu lassen, hat unser engagiertes Klima-Team um Andrè Borgwardt und Daniela Andersch gleich nachgelegt.

Im neuen Ausschuss für Umwelt und Klimaschutz hat die FDP weitere Anträge eingebracht. So wollen wir für Glinde einen Solaratlas erstellen lassen. Dieser hilft Bevölkerung, Gewerbe und Industrie dabei, ideale Standorte für Photovoltaik- und Solarthermie-Anlagen zu finden. Dadurch kann die Energiewende, die wir im öffentlichen Bereich vorantreiben, auch im privaten Bereich gewinnbringend umgesetzt werden.

Zudem haben wir beantragt, Glindes neuer Klimaschutz-Managerin Lisa Schill im Haushalt 2021 ein Budget von 30.000 Euro für Sofortmaßnahmen zur Verfügung zu stellen.

Denn auch wenn zunächst die Erstellung eines Klimaschutz-Konzepts im Vordergrund steht, lassen sich dabei mit Sicherheit einfache Maßnahmen finden, durch die auch kurzfristig schon eine Verbesserung der CO2-Bilanz erzielt werden kann.

Und es wäre doch schade, wenn sich diese Maßnahmen dann nicht sofort umsetzen lassen, nur weil niemand an ein Budget dafür gedacht hat. Der Klimawandel wartet nicht auf uns. Deswegen drückt die FDP auch weiter aufs Tempo und hofft, dass die anderen Fraktionen uns dabei nicht ausbremsen, sondern aktiv mitziehen.

Gesprächsangebot – Queere Lebensweisen

Unser Projektpartner Tobias Reimann bietet in den kommenden Wochen 3 Termine für Gespräche zum Thema „queere Lebensweisen“ an. Das Angebot richtet sich an alle Bürgerinnen und Bürger, aber auch Institutionen in Glinde.

Tobias freut sich auf gute Gespräche zu Fragen, Sorgen und Anregungen rund ums Thema queeres Leben in Glinde und Umgebung.

Die Termine finden im Kaposvár-Zimmer im 1. OG vom Marcellin-Verbe-Haus (Bürgerhaus) statt:

Dienstag, 06.10.2020, von 16 bis 18 Uhr

Dienstag, 03.11.2020, von 16 bis 18 Uhr

Dienstag, 01.12.2020, von 16 bis 18 Uhr

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, kann aber gerne optional an Tobias Reimann erfolgen.

Ausschuss für Umwelt und Klimaschutz nimmt Arbeit auf

Gestern war es soweit – der neue Ausschuss für Umwelt und Klimaschutz der Glinder Stadtvertretung hat seine Arbeit aufgenommen.

Unser FDP-Team freut sich auf die Arbeit im neuen Ausschuss. Bereits bei der ersten regulären Sitzung am 1. Oktober werden wir uns dort mit Anträgen einbringen. Details dazu folgen hier in der kommenden Woche.

Unser erklärtes Ziel ist es, Glindes neue Klimaschutzmanagerin Lisa Schill bestmöglich bei ihrer wichtigen Arbeit zu unterstützen.

Mehr Informationen zur konstituierenden Sitzung des neuen Ausschusses gibt es auf der Website der Stadt Glinde (externer Link):
https://www.glinde.de/leben-in-glinde/nachrichten/detail/news/neuer-ausschuss-fuer-umwelt-und-klimaschutz-nimmt-die-arbeit-auf/

Und – dieser Kommentar sei uns gestattet – die FDP hat überhaupt kein Problem damit, wenn die Stadt auf ihrer Website erwähnt, dass der neue Ausschuss auf einen Antrag der SPD zurückgeht. Vielleicht sieht man das dort in Zukunft umgekehrt ja auch etwas entspannter.